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Es nimmt einfach kein Ende. So unaufhaltsam, wie auch der Zombie-Virus ist, taucht auch immer wieder ein neuer Band der Marvel-Zombies in den deutschsprachigen Comicregalen auf (in den englischsprachigen standen sie ja bereits vor einer ganzen Weile). Aber ob die von Robert Kirkman erschaffenen Marvel-Zombies auch noch in einem dritten Band funktionieren, obwohl gerade hier auch Howard the Duck auftritt? Und was gibt es überhaupt noch zu erzählen, nachdem doch schon das ganze Universum leer gefressen wurde? Erfahrt es in folgender Review.

Wie schon öfter haben wir auch in diesem Band wieder viele kurze Geschichten, die durch ein immer wiederkehrendes Motiv, eben das Zombievirus, miteinander verbunden sind. So sehen wir anfangs beispielsweise des zombifizierten Spider-Man, der über seinen Hunger hinausgewachsen ist und nun versucht ein Heilmittel gegen die Krankheit zu finden. Dabei legt er sich mit Wolverine in beiden Versionen und freundet sich mit Kitty Pryde an, die ihm bei seinem Unterfangen helfen soll. Versehentlich macht er Sandman zu einem wandelnden Untoten (versehentlich in dem Sinne, dass Sandamn ihn töten wollte, in dem er Spider-Mans Körper mit seinem Sand füllte und irgendwie gilt das ja als Essen). Eine andere Story ist „Planet Hulk“ entlehnt, nur dass ulk eben auf einen Planeten zurückkehrt, der schon von Zombies befallen ist und er nun gezwungen ist, seine Freunde und seine große Liebe sterben zu sehen, nur um dann selbst für einen Befall der Erde mit der Krankheit zu sorgen.
Den größten Teil des Bandes nimmt aber wohl eine mehrteilige Geschichte von Howard the Duck und Machine Man ein. Die beiden reisen durch verschiedene Dimensionen, um Varianten des Virus zu finden, aus dem später ein Heilmittel hergestellt werden soll. Die Dimensionsreisen sind hier aber eher wie Zeitreisen, weil eine Dimension wie das Mittelalter erscheint, eine andere wie der wilde Westen und wieder eine andere, wie eine Cyberpunk-Dystopie. Und überall warten Zombies auf sie, die vernichtet werden wollen. Natürlich werden in allen Variationen gern Elemtente aus anderen bekannten Vertretern der Genres entlehnt, wobei die Mittelalter-Dimension mich vor allem an „Army of Darkness“ erinnert. Aber das liegt wohl auch einfach auf der Hand.

Fazit: Wir können jetzt natürlich so tun, als ob ich hier Vor- und Nachteile des Bandes aufzähle, aber wir sind uns vermutlich alle ziemlich sicher, dass man auch um diesen Band nicht herumkommt, wenn man schon viel Spaß mit den ersten beiden hatte. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass ihr da auch Spaß hattet. Sicherlich ist es hier alles irgendwie anders, spielt es doch auch in anderen Dimensionen und Howard the Duck muss man schon echt mögen (es ist schwer, aber es geht schon irgendwie), aber wenn ihr Marvel-Helden, Zombies und blutige Geschichten mögt, dann gilt nach wie vor, dass hieran einfach kein Weg vorbei führt. Ihr könnt es versuchen, aber es wird euch misslingen, denn so unaufhaltsam, wie Bände der Marvel-Zombies ihren Weg in deutschsprachige Comicregale finden, finden sie eben auch den Weg in eure privaten Sammlungen.

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Erscheint am: 19.08.2014
Seiten: 252
Format: Heft
Original-Storys: „Marvel Zombies 5“ #1-5, „Marvel Zombies Return“ #1-5
Künstler: Fred Van Lente, Jonathan Maberry, David Wellington, Jason Shawn Alexander, Richard Elson, Michael Wm. Kaluta, Salva Espin
Preis: 19,99 €
U-Bahnlesetauglichkeit: Vielleicht sind blutige Zombiegeschichten nichts für den öffentlichen Raum
Rating: 4 von 5 Zombies wollten neben Gehirnen auch diesen Comic.