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Okay, okay, die Green-Lantern-Serie gefällt mir wirklich immer besser. Vermutlich liegt es einfach daran, dass so ein neues Creative-Team ganz natürlicherweise gewisse Anlaufschwierigkeiten hat, die auch erstmal überwunden werden müssen. Dies hier ist zwar nicht die herausragendste Ausgabe, aber sie zeigt eben doch, dass da langsam das Potential ausgeschöpft wird – nämlich die Schaffung eines unendlichen Universums.

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Morro, der Grufthüter der Lanterns, hat es endlich geschafft, eine Gruft für die gefallenen Lanterns zu schaffen, woraufhin auch endlich die Andacht für den tot geglaubten Kyle Rayner abgehalten werden kann. Dieser hatte sich ja scheinbar im Kampf gegen Relic geopfert, aber was die anderen Lanterns nicht wissen, ist, dass er eigentlich überlebt hat und irgendwas mit den verbliebenen Guardians Ganthet und Sayid macht, was aber in “Green Lanterns: New Guardians” genauer beleuchtet wird. Eigentlich hat Hal Jordan aber noch anderes vor – er stellt sich nämlich den Khund, einem der Völker, das den Durlanern dient, in einem Kampf Mann gegen Mann und ohne Ringe. Auf einer neutralen Handelstation versuchen die beiden Gruppen noch eine friedliche Lösung zu finden, aber der Deal ist viel zu interessant. Wenn Hal Jordan den Kampf gewinnt, dürfen sie das Kriegsschiff der Khund behalten, wenn aber der auserwählte Khund gewinnt, dürfen sie Hal Jordans Leiche behalten.
Natürlich gewinnt Hal, aber Frieden ist wohl hier nicht mehr möglich.

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Im zweiten Teil des Heftes wird es aber richtig interessant, erfahren wir doch nämlich, warum die Durlaner das Green Lantern Corps unbedingt vernichten wollen. Diese geben ihnen nämlich die Schuld daran, dass ihre Spezies nahezu ausgerottet wurde. Eins gab es auf irgendeinem Planeten Wesen, die die Fähigkeit erlangten, sich in andere Wesen, die sie mal berührten, zu verwandeln. Sie erkannten schnell, dass sie zur dominanten Spezies werden könnten, wenn sie einfach alle anderen umbrachten. Weil ihnen ihr Planet dafür aber nicht ausreichte, breiteten sie sich immer weiter aus und lebten in den Schatten, wo sie gezielt Leute umbrachten und andere Planeten entvölkerten. Zur Strafe verbannten die Guardians die Durlaner auf ihren Planeten, wo eine Bombe den Planeten so gut wie zerstörte. Manche Durlaner konnten sich im Boden vergraben, um zu überleben, wurden aber so sehr verstrahlt, dass sie sich nicht mehr verwandeln und nur noch solche Tentakelviecher sein konnten. Der Nachwuchs dieser Durlaner konnte sich zwar wieder verwandeln, aber eben nur, wenn sie über genug Strahlung verfügten. Die alten blieben aber diese wabernde Masse. Und nun erhielten sie Anzüge, die sie aufnehmen können, weswegen sie jetzt vermutlich mächtiger als je zuvor sind. Dafür haben die Lanterns es aber mit Van Duggle geschafft, die sich auf Mogo befindlichen Durlaner zu vernichten. Wenigstens etwas.

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Fazit: Und da ist Green Lantern eben total stark: Wenn Geschichten geschaffen werden. Alte Völker, alte Geschichten, wenn alles ein eher episches Ausmaß bekommt und Dinge aus alten Geschichten aufgegriffen werden. Der Part über die Durlaner ist super, und irgendwie ist auch der Teil mit Hal Jordan ziemlich okay. Ich glaube so langsam haben sie den Dreh wirklich raus. Schade ist nur, dass das ein paar Hefte gedauert hat.

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Erscheint am: 24.02.2015
Seiten: 52
Format: Heft
Original-Storys: “Green Lantern” #30, “Green Lantern Corps” #30
Autor: Robert Venditti, Van Jensen
Zeichner: Martin Coccolo, Scott Kolins
Preis: 4,99 €
U-Bahnlesetauglichkeit: Alles, wie immer.
Rating: 4 von 5 glänzenden Grabsteinen.