Apropos Arschlöcher im Social Media, hier wird es nun etwas schwierig. Als Ahmed Best seinerzeit die Rolle des Jar Jar Binks angeboten bekam, hat er vermutlich genauso lange gezögert, wie jeder andere von uns gezögert hätte. Eine Rolle in Star Wars als ein durchaus unbekannter Schauspieler? Fuck yes! Was er damals aber nicht wusste, war, dass viele Fans eines beliebten Franchises durchaus die größten Arschlöcher sein können (oder sind) und ihren Frust über Story und Produktion an Leuten auslassen, die am Ende tatsächlich am wenigsten dafür können. Vor allem, wenn sie eine Maske tragen und größtenteils durchanimiert sind.

Wir sind uns vermutlich auch alle im Klaren darüber, dass Jar Jar eine ganz furchtbare Figur ist, die vermutlich niemand wirklich ernsthaft leiden kann. Allerdings wissen wir auch alle, dass selten der Darsteller der Figur Schuld an ihr hat (außer es ist Tom Cruise, aber da will ich jetzt nicht abschweifen), weswegen es recht schräg ist, dass Ahmed Best den ganzen Frust abbekam. Wie er berichtet, liegt es vor allem aber auch daran, dass er vermutlich einfach zu sehr zugehört und es zu nah an sich rangelassen hat. Völlig verständlich, ist das doch sein Beruf und es würde ja nun jeden frustrieren, wenn gefühlt alle die Früchte deines Jobs verachten.

In diesem sehr ehrlichen und beklemmenden Video erzählt Ahmed von einem Besuch in New York, bei dem er sich mit seinem Sohn auf der Brooklyn Bridge an eine für ihn sehr schlimme Zeit erinnerte, aus der er fast nur noch einen Ausweg erkannt hatte.

“I was just alone and the depression hit me. Hard. I was just broken. The only think I could think of to make me feel better was to walk across the Brooklyn Bridge. But this time when I walked across the bridge, I didn’t see the lights of Manhattan.
I didn’t see the towers [or] the potential of hard work and ingenuity. I didn’t see anything; I just saw a fog. I felt tired of having to explain myself. I felt tired of having to defend myself and defend my work. I felt tired of having to fight back against racism and the racial stereotypes. I just wanted to play a part.”

Die Telefonseelsorge erreicht ihr unter den folgenden Telefonnummern:

0800/111 0 111
0800/111 0 222
116 123

Sie ist ständig besetzt und völlig vorurteilsfrei für jeden da, der Hilfe braucht oder sich mal aussprechen möchte. Und für die, die nicht reden können oder wollen bietet sie auch Lösungen per Mail und Chat an. (via)