Mein „Weg mit §219a“-WordPress-Plugin wird so obsolet wie der Paragraph selbst!

Published by Marco on

Ich hatte ja vor einer Weile ein Plugin für WordPress gebaut, das genau diesen Banner, den ihr in dem Artikel seht, aber auch die Schaltfläche, die ihr hier überall in meinem Blog und auf vielen anderen Blogs findet, einbaut und eure Leserinnen fachlich und faktisch über Schwangerschaftsabbrüche informiert. Grund war, dass ich einerseits bockig bin, andererseits aber auch über Schwangerschaftsabbrüche informieren darf, weil ich sie nicht anbiete. Anders als Kristina Hänel, die darüber informierte, sie anbot und damit gegen geltendes Recht verstieß. Und das ist halt Bullshit.

Oder es war Bullshit, denn das Kabinett hat nun die Streichung des Paragraphen beschlossen und das macht mich natürlich auch sehr glücklich. Normalerweise würde ich es in einen Good News Artikel verpacken (und werde das vermutlich auch tun), aber ich finde das noch ein bisschen größer, muss ich sagen. Allein schon dadurch, dass ich eben besagtes Plugin entwickelte und mich so fühle, als hätte ich auch dazu beigetragen. Vielleicht ist es Quatsch, so zu fühlen, aber ich will es gerade auch einfach ein bisschen zulassen. Es ist schrägerweise einfach ein schönes Gefühl, dass meine Entwicklung obsolet wird, weil die Welt ein kleines bisschen besser wurde. Zumindest an dieser Stelle. Und das genieße ich jetzt.

Natürlich weiß ich aber, dass ganz viele andere Menschen, ganz viele andere Dinge taten und organisierten, um das zu ermöglichen, und das mitunter auch über sehr viele Jahre hinweg und ich hoffe und wünsche mir, dass sie sich auch ein bisschen selbst feiern.


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