Und nun auf zur letzten Runde der Comicreviews zum DC-Reboot. Damit hatte ich diese Woche sechs Comics, die zwar recht durchwachsen, meistens aber ziemlich überraschend waren. Vielen Dank nochmal an meinen Lieblingscomicdealer Grober Unfug nicht nur für die Gelegenheit das mit euch zusammen durchziehen zu dürfen, sondern auch, weil ihr sowieso total coole Typen seid. Einen Comicladen, wie euch, wünsche ich jedem Comicjunkie!

Justice League Dark #1

Jetzt gibt es also noch eine weitere Justice League, die sich allerdings, anders als die anderen, mit den übernatürlichen Dingen dieser Welt befassen soll. Enchantress scheint nämlich das Problem zu haben, dass sie in einem Briefumschlag wohnt, der irgendwo in einer Hütte liegt und von dort aus erstaunliche Zauber wirkt, wie zum Beispiel, dass ein junges, blondes Mädchen vierunddreissiffach erscheint, wobei die meisten allerdings blutig sterben. Die reguläre justice League, in Form von Cyborg, Superman und Wonder Woman, versuchte sich ihr zu stellen, kam aber gerade so mit ihren Leben davon. Nun ist es an Madame Xanadu eine Rige an Helden zusammenzuführen, die sich der guten Enchantress annehmen kann.
Diese Helden werden natürlich auch vorgestellt. Es sind Shade The Changing Man, der mittels einer Weste Dinge (zum Beispiel Freundinnen) erschaffen kann, Deadman, der unsichtbare Tote, John Constantine, der durch ein Portal fällt (hab ich nicht so richtig verstanden), wahrscheinlich eben jenes blondes Mädchen und natürlich Zatanna, die Rückwärtssprechende. Das Team ist also ziemlich durchwachsen.
Auf eine Art mochte ich den Comic, vor allen wegen der Optik, aber irgendwie passiert hier so extrem wenig. Die Stelle mit den vielen blonden Mädchen, die unbedacht über eine Straße laufen ist ganz furchtbar toll, aber alles in allem hat sich über den ganzen Comic keine wirkliche Geschichte entwickelt. Wenn ihr also auf Übernatürliches steht, werft hier mal einen Blick hinein. Ich werde es euch dann mit der zweiten Ausgabe gleich tun.

Flash #1

Flash gehörte in dem Reboot wohl zu den Heften, die ich am meisten erwartete. Nicht zuletzt auch deswegen, weil sein Event, “Flashpoint”, das ganze Reboot ja erst einläutete. Klar, dass ich gerade hier Großartiges erwartete und vielleicht auch eine kleine Auflösung, was es denn mit der Kapuzenfrau auf sich haben könnte.
Aber ich bekam leider weder das eine, noch das andere. Die Geschichte ist okay, kein wirklicher Knüller, aber ganz interessant. Als Barry nämlich mit einer Kollegin (die nicht Iris West heisst) irgendeinen Empfang eines Wissenschaftlers besucht, wird dieser von einer Einsatztruppe überfallen, die einen portablen Genome-Re-Coder stehlen. Einen der Täter kann er als Flash gefangennehmen und es stellt sich heraus, dass es sein alter Freund Manuel ist. Leider stirbt er.
Als dieser ihn dann aber in seiner Wohnung besucht und ihn verfolgt, stellt er fest, dass es weit mehr als zwei Manuels gab.
Wie gesagt, die Geschichte ist ganz okay und könnte auch wirklich nett werden, ist sie doch eben eine dieser grundsoliden Stories, mit denen man wirklich viel Spaß haben kann, über die man aber später nur noch selten spricht. Was aber wichtig wäre zu erwähnen, sind die ganzen Veränderungen, die Flash durchmachen musste.
Beispielsweise ist es jetzt kein Anzug mehr, der sich in seinem Ring versteckt, sondern eine Art Bausatz, der sich bei Aktivierung um seinen Körper legt. Natürlich wurde auch sein Kostüm selbst verändert, irgendwie filigraner gemacht und mit Iris hat er momentan auch nichts. Aber es liegt ja in der Natur der Dinge, dass sich das ändern wird.
Flash #1 ist also keins der Must-Reads, aber trotzdem ein wirklich netter Zeitvertreib.