Herausgeber: Panini
Veröffentlicht: 06.11.2012
Künstler: Geoff Johns, Peter Tomasi, Mike Choi, Fernando Pasarin
Art: Heftchen (enthält Green Lantern #6 und Green Lantern Corps #6)
Seiten: 52
Sprache: deutsch
Preis: 4,95 €
U-Bahnlesetauglichkeit: Dank der Heftform ist es super überall lesbar
Rating: 2 von 5 GLC-Mitgliedern finden das gut. Darunter Mogo und Bzzd.

Bestellbar bei Amazon (Partnerlink) oder direkt bei Panini, Leider ohne Leseprobe.

Als wir unsere Helden das letzte mal besuchten, war Hal Jordan gerade auf dem Weg zu Erde, sein Ring war leer und Sinestro hatte ihn natürlich wieder gefoppt, weswegen er ja einer der cleversten Schurken des DC-Universe ist, während Hal Jordan nicht unbedingt der cleverste aller Helden ist. Am anderen Ende des Universums hatte sich das Kommando um Guy Gardner gerade mit allerlei Waffen ausgerüstet, die sie ein paar Piraten stahlen, um ihre Kameraden aus den Fängen der Hüter auf Urak zu befreien. Wie es weiter geht, ob Lanterns mit Waffen Sinn machen und wie ich das alles fand, könnt ihr in folgender Review nachlesen.

Green Lantern #6

Das Leben eines Hal Jordan kann schon ein ziemlich schönes sein. Man weiß, dass man ein Held ist, der nicht nur mehrmals die eigene, sondern auch oft genug fremde Welten gerettet hat, während man zuhause ein Mädchen hat, das manchmal dein Erzfeind ist (Stichwort: Star Sapphire), meistens aber die Person, mit der man ob der Umstände nie zusammen sein kann. Wenn es da nicht gerade einen Sinestro gibt, der einem der Macht beraubt, die einen erst zum Helden machte. Was tut Hal Jordan also? Natürlich besucht er ein Flugzeugmuseum, hilft einem alten Mann, der von ein paar Schlägern erpresst wird und macht sich alles in allem endlich mal einen wohl verdienten ruhigen Tag mit Carol. Während dessen ist Sinestro allerdings unterwegs Lyssa Drak zu fangen, Hüterin dieses schwarzen Buches, in dem alles steht, was geschehen wird. Während des Kampfes berührt Sinestro versehentlich ein paar Seiten und wir bekommen eine kleine Ahnung dessen, was es mit dieser ominösen dritten Armee auf sich hat, welche das Green Lantern Corps ersetzen soll – Tod und Schrecken und die Indigo Lanterns.

Green Lantern Corps #6

Die Hüter sind ein perverses, machtbesessenes Pack, das auch nicht davor zurückschreckt über die Leichen derer zu gehen, die sie eigentlich retten wollen – ihr eigenes Volk. Um nämlich die Portale zu öffnen, durch die sie die Ressourcen anderer Planeten entführten, benutzen sie die Lebensenergie ihrer eigenen Leute. Wie es passieren konnte, dass dies ohne das Wissen der Lanterns oder gar der Hüter geschehen konnte, ist unklar. Fakt ist, dass das so nicht geht. Außerdem foltern sie weiter munter die gefangenen Lanterns, darunter John Stewart, um den Code für das Schutzschild von Oa zu erhalten.
Guy Gardner und sein Sonderkommando sind allerdings gegen alles gewappnet, was sie ihnen entgegen stellen könnten. Da ihre Willensstärke so groß ist, dass die Gebilde der Lanterns nichts gegen sie ausrichten können, bewaffneten sie sich mit Schusswaffen und einer Angstbombe in Form von zwei gefangenen Mitgliedern des Sinestro Corps. Ein kleines Gemetzel später liegen die Hüter besiegt im Dreck und eine von GL Stewart ermordete Lantern später ist auch das Geheimnis um Oa sicher.

Fazit

Die Idee Hal Jordan einen normalen, langweiligen Tag erleben zu lassen, ist eigentlich sehr, sehr nett und charakterformend, wird aber leidern ur ganz nebensächlich behandelt, zumal Sinestro am Ende eh vor Hals und Carols Schlafzimmer schwebt und ihm Ernergie für seinen Ring gibt. Außerdem ist der Grafikstil irgendwie anders, bunter und verwaschener, und das mag ich persönlich gar nicht. Und sowieso war auch die Geschichte mit Sinestro langweilig und unnötig. Das ist wirklich die schwächste Ausgabe seit dem Neustart der Serie. Leider. Sie hat viel verschenktes Potential und das wichtigste daran ist wohl einfach, dass Sinestro (gerade er!) es ist, der das Geheimnis der Wächter gelüftet hat.

Die Geschichte um das GLC wird endlich aufgelöst, hatte einen tollen Start, einen tollen Mittelteil und war größtenteils im Finale auch wirklich spannend, toll erzählt und ein bisschen ‘uff’, wenn ihr versteht. Allein der Fakt, was die Hüter treiben, was sie planen und wie grundlegend fies sie eigentlich sind, fand ich erstaunlich und mitunter echt erfrischend. Sie foltern, sie benutzen und töten ihre eigenen Leute, sind angetrieben von Rache und nahezu unbesiegbar. Auch das ganzseitige Panel, in dem John Stewart der anderen Lantern das Genick bricht, um das Geheimnis zu wahren ist einfach krass und total unerwartet. Und die finale Schlacht erst – völlig abgefahren.
Da wirkt das Ende fast schon zu trivial, zu banal und zu nett, sogar fast witzig. Die Lanterns nämlich, nach allem, was sie erlebten und wozu sie gewzungen waren, verurteilen die Hüter dazu Gräber für ihre Opfer zu schaufeln. Für die mehreren Milliarden Opfer. Guy Gardners flapsige Art lässt einen zwar mit einem Lächeln zurück, unter näherer Betrachtung aber ist das einfach eine derbe Geschichte. Derbe und gut. Sie rettet auf jeden Fall über die schwache GL #6 hinweg.