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Tag Archives: The Boys

prv14171 pg11 Garth Ennis The Boys endet mit der #72

Ich habe da zwar nur die ersten sieben Sammelbände, die bis zur #47 gehen, aber irgendwie finde ich gut, dass es auch beendet wird und nicht ewig weiter geht, wie manche andere Serien. Es ist auch schön zu sehen, dass Wee Hughie den Arschhamster immer noch hat und ich glaube, ich muss mir jetzt dringend mal noch die nächsten Bände holen, ist das doch eine meiner absoluten Lieblingsserien.
Garth Ennis sagt selbst: “Job done. The end of a long, long road, and I have to say I enjoyed every step along it.” und ich schreibe euch das eigentlich nur, um euch die Serie nochmals ans Herz zu legen, wenn ihr mal die absurde und dunkle Seite der Superheldenmythologie ausprobieren wollt.
Veröffentlicht wird die letzte, vierzigseitige Ausgabe am 14.11., inklusive einer kompletten Covergalerie und 5 Pin-Ups. Ich bin gespannt und hole mir das natürlich. Und eben die Bände. Eine Preview zu dem Comic gibt es hier und die ist sogar SFW.

121 The Boys von Garth Ennis sind jetzt in Katar verboten

“The Boys” von Garth Ennis ist vermutlich eine meiner Lieblingsserien, wenn nicht sogar die allerliebste, wobei Ennis auch immer noch einer von denen ist, denen ich nicht nachts irgendwo begegnen möchte. Die Serie beleuchtet diese Superheldensache von einem viel düsteren Standpunkt aus, strotzt nur so vor Sex und Gewalt (und oft auch sexueller Gewalt) und ist verpackt in allerlei Geschmacklosigkeiten. Ich liebe es. Es ist evil, es ist großartig und kleine Kinder fangen an zu weinen, wenn sie darin blättern.

Jetzt hat die junge Patricia Donohue (ein Mädchen, das “The Boys” liest? Harrr…), lebend in Katar, nach langem Digitalkonsum beschlossen, sich einfach mal 11 Bände der Serie zu bestellen. In westlichen Ländern ist das alles kein Problem, wenn man aber in Katar wohnt (da grenzt zb. Saudi Arabien dran), ist das ein bisschen problematisch. Dort öffnete nämlich das Kulturministerium und musste durch alle Seiten der 11 Bände blättern, um das auch gerechtfertig mit “Schund” zu betiteln. Hier mal etwas Zitatgold:

The first time I went to the Ministry of Culture to try and pick the comics up, I had to walk around showing everyone the customs paper that said “sexual magazine”” in Arabic. Each person would stop, stare at me, look at the paper, look back at me, call someone over, show them the paper and stare again. I’m a tall, skinny white girl that looks 25.

Viel cooler ist aber noch der nächste Absatz, in dem sie erzählt, was dann geschah:

The second time I went to the Ministry of Culture, I found out “The Boys” now live in a box labeled BANNED. I tried to talk them into letting me keep them (Come on, they’re drawings! Cartoons!) but they said absolutely not. I couldn’t even get them back to return them for a refund. I did however, get to sit there while they showed me some of the pages they found offensive (all of them). I mean I’ve read them before so I knew what was coming, but that might have made it worse. Because that’s very different than reading them in front of an older woman in the government who is waiting for an expression of disgust and outrage that didn’t come.

Not at all awkward.

Es wäre echt lustig und eine schöne Comedy, wäre der Hintergrund nicht so tragisch. Da kann eine junge Dame nämlich, weil ihre Regierung sagt, dass das entartete Kunst ist (oder so), ihre (und meine) Lieblingscomicserie nicht lesen, sie bekommt auch nicht die Kohle wieder und wurde auch noch ziemlich vorgeführt. Gut, ja, wie gesagt, “The Boys” ist hart und fies, aber deswegen auch absurd und großartig. Ich habe zwar selbst nur die ersten sieben Bände hier zu stehen, möchte die aber bestimmt nicht missen. Im Gegenteil, ich brauche noch die anderen!

Den ganzen Brief von Patricia könnt ihr zum Beispiel beim Comics Reporter lesen. Und vielleicht schicken ihr Garth und Dynamite, wo die Serie veröffentlich wird, ja ein kleines Treuegeschenk. Das wäre ein schönes Ende der Geschichte. (via)

Garth Ennis, der einer meiner absoluten Comichelden aus der richten Welt (quasi Autor), ist hier im Interview mit den Jungs von CBR und erzählt so ein bisschen, natürlich viel zu wenig, über die damaligen Zukunftsaussichten von Preacher und wie es sich von der Arbeit zu The Boys (Big Fan, BIG FAN! The Boys müsst ihr unbedingt lesen. Unbedingt. Aber ich erzähle euch das nochmal irgendwann genauer.) unterscheidet. Jedenfalls stelle ich wiedereinmal fest, dass Garth Ennis genau der Typ Mensch ist, bei dem ich froh bin, dass er seine Aggressionen, die wohl irgendwie jedem Iren angeboren zu sein scheint, in künstlerischer Form freien lauf lässt und nicht so armen Leuten, wie mir, in dunklen Gassen auflauert.